D a n i e l K r o h R e C L O T H I N G S
Photo: Daniel Kroh
Daniel Kroh (Berlin), gelernter Schneider & studierter Modedesigner,
entwickelt aus verbrauchten Arbeitsbekleidungen Fashiondesign. Was für die
Arbeitswelt nicht mehr zu gebrauchen ist wird Mode. Seine Philosophie des
ReCLOTHINGS kombiniert mit Respekt und Leichtigkeit, die extrem
strapazierbaren Stoffe mit Zeugnissen der Arbeitswelt: den Gebrauchsspuren.
Der Glaser, der die Fensterscheiben auf den Oberschenkeln absetzt und somit
feine Schlisse erzeugt. Der Maler, der ein Kunstwerk auf seiner Latzhose
schafft. Auf der Kleidung des Schweißers sprühen die Funken.
Diese Augenblicke, diese Spuren, gilt es zu erhalten.
www.danielkroh.com
H o u s e o f b o i n g
Photo: Erik Bont
House of Boing aims to add kinetics to people's lives in a bid to remind
them of curiosity and excitement experienced most strongly in childhood. We
try to fashion objects and environments re-connecting us to that childlike
enthusiasm, the instant reaction to new and exciting objects and activities
that a majority of "adults" have lost somewhere along the way. We are
playing with the interaction and relation between wearer's and their
clothing. What would happen if the clothes had a live of their own?
What would be the wearer's reaction to this movement that was acting
independently from them but was nevertheless increased by their own
movement? Would they cease to move, or change and adapt their movements
accordingly? Might it be possible to take a glimpse at the wearer's
characteristics, perhaps more openly visible through this improvised,
instant reaction and change of motion?
www.houseofboing.com
k m / a
Photo: km/a
Katha Harrer und Michael Ellinger, die in Wien lebenden Designer und Gründer
des Modelabels km/a, entwerfen und produzieren Unikate aus meist
ungewöhnlichen Materialien als Gegenpol zum Kleiderkonformismus von der
Stange. In Ihrem Klientel sehen sie Frauen und Männer mit individuellem
Mode- und Lebensstil. Ihre aktuellen Kollektionen sind k/fall (Jacken und
Kleider aus Fallschirmen von den 60'ern) und k/undercover (Mäntel aus
gebrauchten Armeedecken unterschiedlichster Länder).
www.kmamode.com
m i j a t. r o s a
Photo: Julia Spicker
Mode für den Film des Lebens. Die Wiener Modedesignerin Julia Cepp macht
Mode für Frauen, deren Ansprüche sich mit ihren eigenen decken: authentisch,
schlicht, hochwertig und zeitlos.
Als Inspiration für die thematischen Jahresprojekte dienen Filme und ihre
Darstellerinnen.
In den Kollektionen beschäftigt sich mija t. rosa häufig mit dem Recycling
von Textilien: In "a woman under the influence" finden sich dekonstruierte
Trenchcoats, "into the mirror" zeigt eine Neuinterpretation des "Kleinen
Schwarzen" aus gerissenem Stoff. Ein Schwerpunkt in der aktuellen Kollektion
"Les choses de la vie" 2012/13 ist die Patchworktechnik.
www.mijatrosa.com
S A R A V I D A S
Photo: SARA VIDAS
Was ist Stil, und was ist Style? Mit meiner Arbeit verfolge ich die Absicht,
aus dem reichen modischen Repertoire älterer Menschen zu schöpfen, um
dadurch Neues zu schaffen. Ihre vestimentären Codes, wie Roland Barthes es
nannte, verbinden sich mit meiner Liebe zu Vergangenem, was zu einem
spielerischen und ironischen Experimentieren mit Modegeschichte führt. Ich
hinterfrage gesellschaftliche Normen und sehe im teilweisen Aufnehmen oder
bewussten Brechen dieser Normen das Potenzial für meine eigene
Interpretation von Neuem. Im Zusammenspiel von Alter und Jugend entsteht
eine Kollektion, die sich vom konventionellen Idealbild entfernt, weil sie
für eine Trägerin jeden Alters bestimmt ist.
www.saravidas.ch
S C H M I D T T A K A H A S H I
Photo: Jule Felice Frommelt
Den Arbeitsfokus richten die Designerinnen auf den persönlichen
Aspekt der Kleidung und ihres Trägers. Die Kollektion besteht aus
gebrauchten Kleidungsstucken, die bei Spendeaktionen gesammelt
werden. Jeder Spender erhält eine ID-Nummer, die dabei hilft, das
spätere Leben der Kleidung nachzuverfolgen. Durch das
Neuzusammensetzen der Kleiderstucke entstehen neue Outfits.
An jedes Kleidungsstuck ist ein QR-Code angebracht, der es
ermöglicht, ausfuhrliche Information zu den Kleidungsstucken abzurufen.
Kehren Teile aus den Kollektionen in das Sammel-Archiv
zurück, werden sie erneut weiterverarbeitet.
So entsteht ein Familienstammbaum angelehnt an das Gestaltungsprinzip
des Materialkreislaufs. Gebrauch und Umgestaltung entwickeln
dabei eine neue ästhetische Qualität.
'schmidttakahashi' sieht Nachhaltigkeit nicht als Beschränkung, sondern
nutzt die Vielfältigkeit der Materialien als Mittel fur eine eigene
Gestaltung.
www.schmidttakahashi.de
S t e i n w i d d e r
Photo: Klaus Fritsch
Hinter dem Label STEINWIDDER steht die Designerin Anita Steinwidder, die als
ausgebildete Architektin seit 2002 Mode entwirft und produziert.
Als Ausgangsmaterial und Inspiration für ihre Kollektionen dient STEINWIDDER
gebrauchte Kleidung, die zerschnitten bzw. zerrissen und neu arrangiert
in einen themengebundenen Kontext transportiert wird. Dabei setzt
STEINWIDDER ihre Schwerpunkte auf strukturierte Oberflächen, Texturen und
grafische Elemente.
Seit Juni 2007 beschäftigt sich STEINWIDDER mit diversen
Transformationsprozessen von Kleidung des selben Typs und entwickelt daraus
zum Beispiel die Kollektionsreihe SHAPE, wobei Socken wie nach einem
Baukastenprinzip aneinandergereiht und zu dreidimensionalen Kleidungsstücken
modelliert werden.
Nach einem ähnlichen Verarbeitungsprinzip entstehen auch die Kollektionen
TRESPASS und INTERMEDIATE, gefertigt aus abgetragenen T-Shirts und
Sweatshirts.
Gebrauchsspuren des Ausgangsmaterial werden hier zum Stilmittel und zur
deutlichen Designsprache dieser Serie.
Kollektionen von STEINWIDDER umfassen Unikate, die zur Gänze mit einem
kleinen MitarbeiterInnenteam im Wiener Studio der Designerin produziert und
auch dort in affinen limitierten Serien reproduziert werden.
www.steinwidder.com